Neues aus der Klinikseelsorge

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Was Deiner Seele GUT tut

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EDE 3. FRAU ERLEBT DIE SITUATION, DASS EINE BEGONNENE SCHWANGERSCHAFT …

Helga Schmidtke sagt, dass jede 3. Frau, mindestens einmal im Leben eine begonnene Schwangerschaft (Sie definiert Schwangerschaft mit dem Zeitpunkt der erfolgreichen Befruchtung) nicht wie erwartet mit einem lebenden Kind, was zwei Jahre und älter wird, beendet.

In früheren Generationen wurde dies nicht thematisiert, das verändert sich aber langsam.

Bisweilen werden unbewusst Erwartungen gegenüber dem älteren, nicht (mehr) lebenden, Geschwister auf mindestens ein jüngeres übertragen. Manchmal übernehmen Geschwisterkinder (unwissentlich), Aufgaben oder Funktionen des Älteren – das hat teilweise massive Folgen für das eigene Leben. Dies ist auch in Seelsorge und Coaching, so Stefan Hund, häufig auch Jahrzehnte später, ein Thema. Vermutbar oft auch erkennbar werden diese Konstellationen meist in einer Aufstellungsarbeit, so Hund. Hier kann in der persönlichen Zusammenarbeit geholfen werden, aber bis dahin sind schon viele schöne Jahre ins Land gegangen.  Auch die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kosten dieser Tabuisierung sind nicht zu unterschätzen.

Nach dem Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft „ticken“ Männer und Frauen sehr unterschiedlich, so Schmidtke. Männer und Frauen trauern sehr unterschiedlich. Dabei kommt es häufig zu Kommunikationsproblemen, weil insbesondere die Männer nicht so trauern, wie es die Frauen erwarten. Während die Frauen, so die Schmidtke, sehr viel reden müssen, machen es die Männer oft mit sich selbst aus.  Die Männer müssen die Trauer im wahrsten Sinne des Wortes „verarbeiten“ – sie müssen was tun – wie „Holz hacken“. Männer muss man in Trauersituationen ins Handeln bringen, sie neigen sonst in die Betäubung zu gehen. Arbeit, Sport oder auch Alkohol. Schmidtke meint, dass es Männer oft gar nicht gelernt haben zu trauern. („Ein Indianer kennt keinen Schmerz“)- Dazu kommt, sie können es oftmals gar nicht zeigen – erst recht nicht unter Männern im beruflichen Kontext.

 

© Stefanhund.com – 2018

https://www.stefanhund.com

 

Kontakt:

Helga Schmidtke

www.die-sternenkinderbestatterin.de

 

(Foto: Privat)


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Über diesen Podcast

Als evangelischer Klinikpfarrer gehe ich oft in meinen Bereichen von Zimmer zu Zimmer, besuche Patienten und schenke ihnen Zeit und biete ihnen ein Gespräch an.

Manche stehen der Kirche nah. Die meisten haben den Kontakt fast verloren oder hatten bislang sehr wenig Berührungspunkte. Und doch, hier ergeben sich regelmäßig gute, intensive und lange Gespräche. Bei manchen steht am Ende kein Punkt - sondern ein Doppelpunkt.

Aus jenen eher zufälligen Begegnungen sowie aus den Einsätzen im Intensiv-Bereich - wenn es um Leben und Tod geht - entwickle ich Podcast-Folgen. Ebenso lade ich regelmäßig Gäste zum Gespräch ein.

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Die Musik für diesen Podcast kommt von Stefan Mann, Kantor in Darmstadt-Eberstadt. Herzlichen Dank.
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von und mit Stefan Hund

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